Realtime im Radio war nicht die Stereoversion des Fernsehtones, und Realtime am TV-Monitor nicht einfach das Bild zum Ton. Die an sich autonomen Senderäume bildeten einen Ort für die mediale Abbildung des Geschehens, das in unterschiedlichen aber gleichwertigen Versionen entstand.
Die augenblickliche Rückmeldung der telematischen (aus der Ferne übertragenen) Aktivitäten erlaubte ein präzises Zusammenspiel.
Bilder, Töne, digitale Controlcodes für ferngesteuerte Roboter und Klangerzeuger wurden auf den unterschiedlichen Ebenen der Video-, Audio- und Datennetze ausgetauscht.
Jede/r KünstlerIn konnte unmittelbar an anderen Orten präsent werden und Einfluß ausüben.
Die weltweit einzigartige Situation der baulich identischen ORF-Landesstudios war physikalischer Ausgangspunkt für eine multimediale Datenreise, die, über den virtuellen Raum der Kommunikations- und Sendemedien, schließlich im Raum der Zuseher/hörer endete.
Radio und TV-Geräte wurden zu akustischen, visuellen Schnittstellen, an denen sich der elektronische Handlungsraum zum Publikum hin öffnete.