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TRANSIT ist ein Verein zur Förderung der Kunst im elektronischen Raum und versteht sich als Adresse für Künstlerinnen und Künstler, die nicht-kommerzielle Projekte im Bereich der Telekommunikationskunst entwickeln.
Geboten wird ein bereits Ende 1991 entwickeltes Kooperationsmodell zwischen ORF, Kunstförderung aus öffentlicher Hand, unter anderem Kulturabteilung des Landes Tirol, Bundesministerium für Unterricht und Kunst, und eine Fülle von realisierten und erfolgreichen Kunstprojekten. Nur durch dieses Zusammenspiel der Kräfte konnten und können zeitgemässe Produktions-, Sendemittel und Personal für telematische Kunstprojekte aufgebracht werden.

An der guten Plazierung Österreichs in der internationalen Kunstentwicklung im elektronischen Raum hat nicht zuletzt TRANSIT als Mitveranstalter hohen Anteil. TRANSIT, mit physischem Sitz in Innsbruck, ermöglichte seit 1992 die Realisierung von über 60 Einzelprojekten österreichischer und internationaler Provinienz. Die Bandbreite reicht von telematischer Kleinkunst bis zu internationalen Events.

Grob zusammengefasst lassen sich fünf Projektkategorien differenzieren, und zwar:

  1. telematische Radio- und TV-Events mit weltweiter Vernetzung, wie "Horizontal Radio" und "Rivers & Bridges"

  2. Radio-, und Hörstücke, on air über Ö1-Kunstradio

  3. Live Events, Interventionen, Installationen und Performances im öffentlichen und medialen Raum, einzeln und/oder eingebunden in übergreifende Projekte

  4. Ausstellungen, wie u.a. "ZEITGLEICH", Hall in Tirol, 1994

  5. Symposien, wie zum Beispiel "IN CONTROL", "ON THE AIR" und "ON LINE"

  6. Publikationen zu diesen Projekten, wie z.B. Transit#1 und Transit#2
Dokumentation, Kommentierung und Österreich-Werbung

Der Kunstverein TRANSIT bemüht sich nicht nur Kunstprojekten zur Realisierung zu verhelfen, sondern strebt auch die kunsthistorische Dokumentation und Kommentierung der diversen Kunstäusserungen im elektronischen Raum an. Der publizistische Out-Put von TRANSIT umfasst ein reichhaltiges Angebot von Katalogen, CDs, Audio- und Video-Kassetten, die kunsttheoretische Begleitung der Projekte durch Kunstgespräche, Vorträge, Symposien, sowie Kurzbiographien und Werkregister der im Rahmen von TRANSIT tätig gewordenen Künstlerinnen und Künstler..

Die Archiv-Projekte "KUNST & TELEKOMMUNIKATION - Der österreichische Beitrag" (gemeinsam mit ORF KUNSTRADIO, x-space, Veltmann & Veltmann u.a.) und zwar als On-line-Datenbank und als CD-ROM sollen die heimische und internationale Fachwelt auf die Leistungen Österreichs auf dem Gebiet der Kunst im elektronischen Raum mit besonderer Berücksichtigung der Telekommunikation in kompetenter Form hinweisen.

Öffnung nach aussen

TRANSIT als Sammel- und Umschlagplatz für Kunst im öffentlichen (Daten-)Raum stellt Querverbindungen zu anderen österreichischen und ausländischen Kulturinitiativen, Vereinen, Galerien, Museen, Rundfunkanstalten, Freien Radios etc. her und sorgt so für das überlebensnotwendige Umfeld für die einzelnen Künstlerinnen und Künstler.

TRANSIT erhielt für das Projekt "Chip Radio" beim PRIX ARS ELECTRONICA 1993 eine lobende Erwähnung. Für das Projekt "REALTIME" erhielt TRANSIT in der Sparte "Interaktive Kunst" 1994 bei der ARS ELECTRONCIA eine Auszeichnung.

Redaktion: Katharina Riese

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